Chronik

Aus der Chronik der Schützengesellschaft Nohn



1958 Stellte uns die Gemeinde Nohn einen Platz auf Rechert zum bau eines Schießstands zur Verfügung, wo dann die Mitglieder Willi Blumenthal, Heinz Mathey und Nikolaus Helten sofort mit den Arbeiten begannen. Die Zahl der Mitglieder stieg danach betrüglich. Am 17.2.1959 haben wir das erste Sportgerät gekauft. Bereits im Juni 1959 besuchten wir das 1. Schützenfest der St. Hubertusbruderschaft in Zermüllen mit 10 Mitgliedern.

1959 fand am 19. Juli unser 1. Schützenfest im Saale Mathey statt. Als Gastvereine waren erschienen: St. Sebastianus Schützenbruderschaft Bondendorf und St. Sebastianus Schützenbruderschaft Mayen. Als Ehrengast war geladen Amtsbürgermeister Dr. Kaufmann. Den ersten Schuß auf den Vogel machte unser Ortspfarrer Reinhold Lingnau. Im Herbst wurde unser Mitglied Willi Blumenthal 1. Schützenkönig, 1. Schützenkönigin wurde Thea Hoffmann.

1960 traten viele junge Mitglieder in die Gesellschaft ein und zeigten großes Intereße für das Luftgewehr- und Kleinkalieberschießen. Die 1. Preise in L.G. wurden dann auch in Bonn-Tannenbusch von den Schützen Alfred Wehrhausen und Robert Busch geschoßen. Im selben Jahr wurden wir dem Schützenkreis 9/8 Rhein Ahr angeschloßen. Kreisvorsitzender Robert Frings hat unserem Verein das 1. Luftgewehr und eine Luftpistole von Kreisgeldern gestiftet.

1961 begannen wir im Winter in der Werkstatt der Firma Schäfer mit dem Übungßchießen. Im Frühjahr 1961 wurde die Schützentracht angeschafft. Unser Schützenmitglied Christian Reitz besorgte uns in Bonn die Schützenfahne, die dann am 30. Mai 1961 von Pfarrer Lingnau geweiht wurde. Bezahlt wurde die Fahne von Spenden der Mitglieder. Im selben Jahr kauften wir den Kleinkalieberautomaten. Beim Schützenfest 1961 wurden Josef Hoffmann und Brigitte Mörsch Königin. Zu diesem Fest hatten wir zum erstenmal ein großes Zelt. Beim Herbstschießen wurde Alfred Wehrhausen Schützenkönig, seine Frau Maria Schützenkönigin, Prinz wurde Jungschütze Fritz Strutt und Prinzeßin Brigitte Mörsch.

1962 fand im Frühjahr im Vereinslokal Mathey eine Versammlung über die Einführung und der Bedienungen des Schießsportes statt. Als Gast begrüßtesn wir den 1. Kreisvorsitzenden Robert Frings mit seiner Gattin. Seine Vorschläge und Ideen fanden bei allen Schützen regen Anteil. Vor allem hob er gerade das Luftgewehr schießen hervor. Dieses hat den Vorteil, daß es auf kleinstem Raum im Sommer und Winter stattfinden kann und zudem billig ist. Die meisten Vereine tragen Wettkämpfe aus, ebenso Rundenwettkämpfe und Meisterschaftßchießen. Zum Aufbau eines Luftgewehrstandes gab er uns gute Ratschläge. Seine Vorschläge erstreckten sich noch über die einzelnen Altersklaßen, deren Schießbedienung und Auszeichnungen.

1963 kauften wir 2 Kleinkalibergewehre und 2 Luftgewehre. Im Sommer trainierten wir in der Werkstatt Schäfer, im Winter im Saale Mathey.

1963/64 waren 2 Mannschaften zu Rundenwettkämpfen gemeldet. Einen Luftgewehrstand baute man in Eigenleistung neben dem Kleinkaliber-Stand.In den nächsten Jahren belegten wir viele gute Plätze bei Rundenwettkämpfen und Kreismeisterschaften.

1966 wurde Heinz Mathey und 1967 Friedrich Carl Kreiskönig.

1968 bekam unsere Vereinsfahne eine Fahnenschleife, bezahlt aus Spenden der Partnerinnen von Mitgliedern. Unsere Mitglieder zeigten in den 60er Jahren enormen Einsatz. Jugendarbeit wurde sehr gefördert.

1970 kaufte man 5 neue Luftgewehre. Der Schießbetrieb lief in den Jahren mit mehreren Mannschaften.

1975 wurde der Kleinkaliber-Stand entsprechend den gesetzlichen Sicherheitsvorgaben erneuert. Die Damenmannschaft war in diesen Jahren äußerst erfolgreich.

1976 baute der SV Nohn einen neuen Sportplatz mit Clubhaus und sanitären Anlagen. Der Bau der Waßerleitung wurde in Eigenleistung unserer Mitglieder erbracht und so konnten wir bei unseren Veranstaltungen die sanitären Einrichtungen am Sportplatz mitbenutzen.

1980 bauten wir eine neue Schießanlage, die 1983 auf den neuesten sicherheitstechnischen Stand ausgebaut wurde. Zu diesem Zeitpunk zählte die Schützengesellschaft etwa 85 – 90 Mitglieder.

1983 zum 25-jährigen Bestehen war Freitags ein Festkommers mit vielen Ehrengästen und Ehrungen für verdiente Mitglieder vom Rheinischen Schützenbund und Sportbund Rheinland-Pfalz.

1984 bauten wir unter Beteiligung des Sport-, Musik- und Karnevalsvereins sowie der Feuerwehr und dem DRK eine neue Grillhütte. Die Vereine stellten fast 20.000,– ­DM zur Verfügung und zeigten enormen Einsatz von vielen Mitgliedern, um im März die alte Grillhütte abzureißen und bis Juli die neue zu bauen. Sie wird auch von allen Vereinen genutzt.

1985 errang eine Mannschaft bei Rundenwettkämpfen den 2. Platz in der Kreis­meisterschaft.

1987 wurde im Frühjahr das Dach auf dem Schießstand erneuert. Im Oktober machten wir unseren ersten gemeinsamen Ausflug nach Schonach mit 56 Personen, wo auch ein Wettschießen mit dem Schonacher Schützenverein stattfand.

1990 unternahmen wir im Oktober einen Tagesausflug nach Koblenz ins Waffenmuseum.

1992 wurde das Gasthaus Dockter zum neuen Vereinslokal, nachdem unser altes Vereinslokal Becher geschloßen wurde.

1996 bekamen die Frauen der Schützengesellschaft ihre eigene Tracht.

1997 wurde der Schießstand restauriert und ein Geländer für die Treppe zum Schießstand gebaut.

1998 unser 40-jähriges Jubiläums-Schützenfest, bei dem die Königspaare der vergangenen 40 Jahre am Festumzug teilnahmen.

1999 trat am 31. Oktober unser heutiger Dechant Bruno Comes in unserer Pfarrkirche sein Amt als Pastor an, wobei die Schützen mit Fahne und in Uniform an der feierlichen Heiligen Meße teilnahmen.

2000 Das neue Jahrtausend wurde bei der Milleniums-Silvesterparty im Gemeindehaus feuchtfröhlich begrüßt. Zeitgleich wurde aus der Schützengesellschaft Nohn durch Beitritt zum BHDS Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften Köln e.V. unsere heutige Schützenbruderschaft St. Martin Nohn e.V. Am 8. Januar wurde unser Pastor Bruno Comes zum Präses unserer Bruderschaft ernannt. Beim Herbstschießen im September errang unsere Schützenschwester Brigitte Düx die Königswürde und stiftete zu diesem Anlaß eine neue Krone.

2001 erreichte Michael Becher als 1. Vorsitzender durch intensive Bemühungen, daß eine neue Fahne angeschafft werden konnte. Der Großteil der doch erheblichen Kosten wurde dankenswerterweise von der Firma WOTAN Zementwerk KG getragen und Frau Carneßali übernahm die Patenschaft über die Fahne. Aufgrund der Ereigniße vom 11. September in New York wurden das Herbst- und Königßchießen sowie die Fahnenweihe verschoben. Im Herbst deßelben Jahres bekam unsere Grillhütte „Auf Rechert“ einen Starkstromanschluß.

2002 Am 20. April wurde im Rahmen einer feierlichen Heiligen Meße unsere neue Fahne eingeweiht, gemeinsam zelebriert vom Bezirkspräses Joachim Walldorf und unserem Präses Bruno Comes und unter musikalischer Begleitung des Musikvereins Nohn. Im Oktober war unsere Bruderschaft zum 1. Mal Ausrichter des Bruderschaftsabends des Bezirks Eifel, der im Gemeindehaus stattfand. Traditionsgemäß wurde an diesem Abend eine Spendensammlung durchgeführt, deren Erlös an die Kinderkrebshilfe Trier übergeben wurde.

2003 fand der Bezirksjungschützentag zum 1. Mal bei uns in Nohn „Auf Rechert“ statt. Dagegen wurde in diesem Jahr das Schützenfest erstmalig im Gemeindehaus gefeiert. Im Frühjahr wurde die Elektroinstallation auf dem Schießstand erneuert.

2004 nahmen fast alle Schützen an der feierlichen Heiligen Meße in Stadtkyll teil, bei der unseres Präses und Pastor Bruno Comes zum Dechant ernannt wurde. Im Verlauf dieses Jahres wurden umfangreiche Renovierungsarbeiten mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde durchgeführt: das Dach des Schießstandes wurde saniert und die Grillhütte bekam einen neuen Anstrich. Zum 1. Mal nahmen die Bliesheimer Schützen an unserem Schützenfest teil. Sie übernachteten im Zeltlager an der Grillhütte „Auf Rechert“, was mittlerweile schon zur festen Tradition geworden ist. An Silvester fand wieder eine Silvesterparty der Schützen mit Tombola statt. Auf ein Feuerwerk wurde verzichtet und der Gesamterlös kam den Opfern der Tsunami-Flutkatastrophe zugute.

2005 revanchierten wir uns bei der Bliesheimer Bruderschaft mit dem Besuch des dortigen Schützenfestes. Die alljährliche Busfahrt dorthin ist auch für uns zur Tradition geworden. Im Oktober fand der 2. Bruderschaftsabend erneut in Nohn statt. Dieses Mal wurde der Erlös des Abends für den Grabstein unseres jung verstorbenen Mitbürgers Klaus Gerhards aufgewendet.

2006 wurden 2 neue Veranstaltungen aus der Taufe gehoben: das Osterschießen und das Adventßchießen der Aktiven Schützen, bei denen jeder teilnehmen kann und unzählige Schoko-Osterhasen und -Nikoläuse und viele attraktive Sachpreise zu gewinnen sind. Die amtierende Königin Joyce Argo nahm am Bezirkskönigßchießen in Wallenborn teil, wo sie prompt den Vogel abschoß und unsere erste Bezirkskönigin wurde. Am Schützenfest feierte unser Gründungsmitglied Alois Schäfer mit seiner Gattin Maria ihre Diamantene Hochzeit.

2007 nahmen unsere Schützen mit einer Fahnenabordnung an der Beisetzung des Altbischofs Hermann-Josef Spital in Trier teil. Im Mai fand zum 1. Mal „NOHN-AKTIV“ statt, eine Gemeinschaftsaktion aller Nohner Vereine unter der Organisation der Gemeinde mit Radfahren, Wandern und Nordic-Walking. In Stadtkyll fand am gleichen Tag die Verabschiedung des Bezirkspräses Joachim Walldorf statt, bei der unsere Schützen mit einer Fahnenabordnung teilnahmen. Zu seinem Nachfolger wurde unser Präses Dechant Bruno Comes ernannt. Im Juni richteten wir das Bezirkskönigßchießen „Auf Rechert“ aus. Und wieder schoß eine Königin den Vogel ab: Iris Samel-Schneider aus Hallschlag. Im September nahmen wir mit unserem Bezirk Eifel am großen Festumzug beim Bundesfest in Ahrweiler teil.

2008 hat sich „Auf Rechert“ schon einiges getan: das sturmgeschädigte Dach der Grillhütte wurde erneuert, eine Einbauküche angeschafft und der Zufahrtsweg zum Schießstand neu befestigt. Das Wichtigste aber: 2008 war unser Jubiläums-Jahr! Wir feierten das 50-jährige Bestehen unseres Schützenvereins.